Gesellschaftstanz

Der heuteige Tag begann mit Steptanz ohne deutsche Beteiligung. Die Kinder zeigten hervorragendes Niveau mit sehr schnellen Füßen und sehr tänzerischen Bewegungen. Man sah allen an, daß sie nicht nur mit den Füßen klappern sonder steptanzen.

Beim anschließenden Hip Hop und Commercial sah man sehr fröhliche und schwungvolle Tänze. Allerdings fürchte ich, daß sich einem allgemeinen, normalen Tänzer der Unterschied zwischen Hip Hop und Commercial kaum erschließt. Er ist wahrscheinlich ebenso groß wie der zwischen Modern und Contemporary.

Bei Hip Hop ist ja stets die Musik sehr laut und die Bässe dröhnen heftig. Direkt im Anschluß daran kam Mini Solo Gesang und Tanz. Die Ohren der Zuschauer waren an die Lautstärke gewöhnt und mußten sich jetzt ganz schnell umstellen auf die dünnen Stimmchen der jungen Kinder. Wenngleich die Technik der Mikros viel besser war als bei den Duetten und Trios am Vortag, war das schon eine Forderung. Wenn die Kleinen dazu auch noch steppten, mußte die Musik nochmals leiser sein, damit man die Schläge der Füßchen trotzdem in der riesigen Halle hörte. Aber eigentlich machte das alles nichts. Die Kinder tanzten durchwegs hervorragend, und die Gesänge der englischsprachigen Kinder waren wie immer .......

Am Nachmittag gab es Hip Hop Gruppe und zeitgleich im anderen Theater Contemporary und Show Dance Soli. Marielle Müller aus der Schule Iris Graf schaffte einen hervorragenden 6. Platz bei Unmengen von Konkurrentinnen, und in der großen Gruppe Modern belegte Art & Dane, Lörrach einen sehr guten 5. Platz. Anschließend folgten die großen Gruppen Nationaltanz der Kinder. Dort zeigten 15 verschiedene Tänze wie abwechslungsreich und vielfältig Nationaltanz ist. Das Niveau war durchwegs hoch. Das Georgische Tanzstudio Iberia aus Hamburg schaffte mit "Juta" einen super 6. Platz. Das ist eine sehr gute Leistung, fanden wir Deutschen. Spanien und Portugal belegten die höhere Plätze, und Hong Kong mischte sich auch noch dazwischen. Schließlich wurde der 1. Platz aufgerufen: "Lezkinka", Deutschland! Die Freude war riesig, herzlichen Glückwunsch.  

Am Abend war die Rekordklasse KDM mit 50 Tänzen dran, und fast alle waren ausgezeichnet. Bei der Siegerehrung waren weder John Grimshaw noch Lorelei Bari mehr anwesend, und es gab nur noch die Moderatorin, die die Tänze und die Ergebnisse ansagte. Das war sehr angenehm, denn damit mußte sich das Publikum nicht zum soundsovielten mal anhören, wie wunderbar die Eltern und die Lehrer und überhaupt alle sind, und daß man für die nochmals extra klatschen müsse. Das wissen wir nämlich spätestens seit der zweite Siegerehrung auswendig.
Es ging also zügig voran, und die strahlenden Kinderaugen animierten das Publikum sowieso zu applaudieren. Alina Dillschnitter und Anastasia Menzel aus Königsbrunn ertanzten sich verdient die Silbermedaille und waren wie alle anderen Preisträger überglücklich.

Ach ja, da war noch der Gesellschaftstanz.
Hinter der Kongreßhalle gab es dafür ein eigenes Zelt mit einer Tanzfläche und Stuhlreihen rund herum. Eine 8 Mann Band spielte sauber im Takt die verschiedenen Rhythmen der Standardtänze. Vier Juroren standen an den Ecken wie bei einem normalen Turnier für Gesellschaftstanz. Die Kandidaten waren eine Engländerin, die alleine tanzte. Das sah reichlich albern aus, wenngleich sie sehr gut tanzte. Aber sie war sowieso da, weil sie in allerlei anderen Stilrichtungen auch antrat. Anschließend folgte ein entzückendes Pärchen aus Kasakstan in Mini und ein Paar aus der Ukraine in der Kinderklasse. Sie alle absolvierten ihre Standarttänze sauber und ordentlich. Danach trat eine Gruppe mit Mädchen auf, alle in fransenbehängten Bikinis und Gesellschaftstanzschuhen. Kindgerecht läßt grüßen.  "Nächstes Jahr kommen mehr," war der Kommentar von John Grimshaw dazu. 

Mein Vorschlag wäre: "Schuster bleib bei deinen Leistern." Nur der Direktor des DWC ist ja gar kein Schuster.

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